Digitales Europa 2030 Deutschland, 30. Oktober 2020

Internationale Politik Special: Digitales Europa 2030

Die Zeitschrift Internationale Politik veröffentlicht eine Sonderausgabe inspiriert von den Ergebnissen unseres Szenarienprojekts

Im Projekt Digitales Europa 2030 - politische Öffentlichkeit und digitale Souveränität hat in der ersten Jahreshälfte eine interdisziplinäre Gruppe von Expert:innen in einem mehrstufigen Foresight-Prozess Szenarien für ein zukünftiges Europa entwickelt. Inspiriert von diesen Szenarien erscheint nun in Kooperation mit Alfred Herrhausen Gesellschaft eine Sonderausgabe der Zeitschrift Internationale Politik.

Die Autor:innen vertiefen die Szenarien in den drei Dimensionen Geopolitik, Regulierung und Datenhoheit sowie Gesellschaft und Demokratie. Mit dabei sind unter anderem Cathryn Clüver Ashbrook, Executive Director des Future of Diplomacy Project an der Harvard Kennedy School, der Autor und Journalist Georg Diez sowie Klaus Hommels, einer der führenden Risikokapitalgeber Europas. Wo ist Europas Platz angesichts der digitalen Supermächte USA und China? Braucht es ein europäisches Amazon, und wenn ja, warum? Welche Regeln bräuchten digitale Plattformen, und wie könnte Europa von seiner zur Meisterschaft entwickelten Fähigkeit zur Regulierung stärker profitieren? Welche Ordnung wollen wir für das virtuelle Haus? Außerdem umfasst die Ausgabe eine Einschätzung des Zustands der Medien in Zeiten massiver Desinformation. Es wird unter anderem um technologische Souveränität gehen, um das europäische Selbstbewusstsein und um die Resilienz der Demokratie. Ihren Analysen lassen die Autor:innen Handlungsempfehlungen folgen. Zusätzlich ergänzt eine repräsentative Umfrage mit Bevölkerungsmeinungen zum Thema Digitalisierung.

Das Projekt Digitales Europa 2030 befindet sich derzeit in der Phase des Ergebnistransfers. Denn die erarbeiteten Zukunftsbilder entfalten erst dann eine konkrete Wirkung, wenn strategische Handlungsoptionen daraus abgeleitet werden. Diesen Prozess unterstützen wir selbst aktuell mit dem Umsetzen verschiedener Workshops. Publikationen wie die Sonderausgabe der IP tragen hierzu ebenso wesentlich bei.

Die Sonderausgabe ist ab dem 30. Oktober als Heft oder als einzelne Artikel bei der Webseite der Internationalen Politik erhältlich.