Urban Age Debate Virtuell, 27. April 2021

Urban Age Debate 2: Humanising the City

Kann die Gestaltung des städtischen Raums Zusammenhalt und gesündere Lebensstile fördern? „Urban Age Debates" diskutieren weiter über das Wesen der Städte nach der Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hat das Wesen der Städte grundsätzlich in Frage gestellt. Die Schließung von Grenzen und Unternehmen und Social Distancing wirken sich weltweit in fast allen Städten aus und bedrohen das urbane Leben, wie wir es kennen. Eine Neubewertung von Themen wie Dichte, urbane Wirtschaft, Mobilität, Governance und Nachhaltigkeit könnte die Folge sein. Urban Age nimmt diese Themen mit den „Urban Age Debates" auf.

Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe im Januar freuen wir uns nun auf die zweite Urban Age Debate „Humanising the City: Can the design of urban space promote cohesion and healthier lifestyles?”.

Über das ganze Jahr 2020 hinweg hat die Form der Stadt, haben ihre Gebäude und Freiräume im Mittelpunkt unserer Alltagserfahrung gestanden. Das Leben auf engstem Raum hat Stadtbewohner auf der ganzen Welt mit den Grenzen der häuslichen Umgebung konfrontiert und uns gleichzeitig an die Vorteile eines gut gestalteten und zugänglichen öffentlichen Raums erinnert. Das Zusammenleben wurde als Konzept und als Realität in Frage gestellt. Die Art und Weise, wie wir unsere Zeit zu Hause, auf der Straße und in der Stadt verbringen, wird in den nächsten zehn Jahren neu gestaltet. Wie wir urbane Zentren neu kalibrieren, in denen Menschen leben, arbeiten und Geschäfte abwickeln können, steht heute zur Debatte.

Die zweite Urban Age Debate bringt mit Liz Diller, Rozana Montiel, Amanda Levete and Suketu Mehta. prominente Stadtgestalter:innen und Kommentator:innen zusammen, die sich dafür einsetzen, Städte lebenswerter, demokratischer und komplexer zu gestalten. Anhand von Abbildungen aktueller Projekte in Mexiko-Stadt, Mumbai, New York, Moskau und London erforschen Architekt:innen und Urbanist:innen die intensiven Zusammenhänge zwischen der Gestaltung des öffentlichen Raums und sozialer Inklusion zu einer Zeit in der Städte danach streben, menschlicher und häuslicher und eine Heimat für vielfältige Communities zu werden. Anna Herrhausen wird die Debatte mit einem Grußwort eröffnen. Die Veranstaltung modertiert Ricky Burdett

Materialien zur Debatte

Kernthesen

Aufzeichnung der Debatte

Trailer 

Panelisten

Liz Diller ist Partnerin des Architekturbüros Diller Scofidio + Renfro (DS+R) mit Sitz in New York City. Diller hat sich der Erforschung der Schnittmenge von Demokratie und öffentlichem Raum verschrieben und realisierte räumlich-innovative und sozial-progressive Projekte in Städten auf der ganzen Welt, darunter die High-Line in New York City und der Zaryadye Park in Moskau sowie Bildungs- und Kulturgebäude, die die Verbindung mit der Stadt und die Schaffung von sozialem Raum in den Vordergrund stellen.

Rozana Montiel leitet das in Mexiko-Stadt ansässige Architekturbüro Rozana Montiel | Estudio de Arquitectura. Dieses hat untersucht, wie elegante, zurückhaltende Architektur zur Schaffung von sozial integrativen Stadträumen beitragen kann. Sie hat verlassene Freiflächen in einem öffentlichen Wohnbauprojekt durch das Projekt Common Unity in Mexiko-Stadt in aktive soziale Einrichtungen umgewandelt und ein ländliches Wohnprojekt für Erdbebenopfer in Ocuilan, Mexiko, abgeschlossen.

Amanda Levete ist eine der angesehensten Architektinnen Großbritanniens, die immer wieder die Grenzen der architektonischen, technischen und sozialen Innovation erweitert hat. Sie ist aktiv im Dialog zu Entwurf und urbaner Gesellschaft. Amanda Levete ist Gründerin und Leiterin Amanda Levete Architects (AL_A). Das Architekturbüro hat mit seinem preisgekrönten Projekt Exhibition Road das Victoria & Albert Museum in London wieder mit der Stadt verbunden, hat mit dem Museum für Kunst, Architektur und Technologie das Hafenviertel von Lissabon wiederbelebt und erforscht das Potenzial der Erneuerung von Innenstädten in ganz Großbritannien.

Suketu Mehta ist ein Schriftsteller, Kritiker und Urbanist, der sich auf die soziale und ethnische Komplexität der zeitgenössischen Stadt und die tiefen Verbindungen zwischen urbaner Form und kultureller Lebendigkeit konzentriert. Als Autor von 'Maximum City: Bombay Lost and Found", Gewinner des Kiriyama-Preises und Finalist für den Pulitzer-Preis 2005, erforscht Mehta, wie Städte vielfältige urbane Communities erhalten können. Außerdem beschäftigt er sich eingehend mit der Dynamik von Migrant:innengemeinschaften in globalen Städten wie New York City, Mumbai und Rio de Janeiro.

Grußworte

Dr. Anna Herrhausen ist seit 2016 Geschäftsführerin der Alfred Herrhausen Gesellschaft

Moderation

Ricky Burdett ist Professor für Urban Studies an der London School of Economics, Direktor der LSE Cities, einem globalen Forschungszentrum an der LSE, und Mitbegründer des Urban Age Programms.