New Urban Progress Virtuell, 29. April 2021

Transatlantische Perspektiven auf Joe Bidens erste 100 Tage

Online-Diskussion über den Aufbruch in eine neue Ära liberaler Demokratie und progressive Motoren eines neuen Amerikas

Anfang 2021 wartete die Welt gespannt auf die Amtseinführung von Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten und der ersten Frau als Vizepräsidentin, Kamala Harris. Wie steht es 100 Tage später um die Demokratie in den Vereinigten Staaten und die transatlantische Partnerschaft?

Kurz vor dem Joe Bidens 100. Tag im Amt ist das Erbe seines Vorgängers in Form von Polarisierung und Illiberalismus nach wie vor in der amerikanischen Gesellschaft fest verankert. Der Weg in eine multilateralere Zukunft macht es erforderlich, dass sich auch in Zukunft die Demokratie durchsetzt, und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz bekräftigte Joe Biden, dass das transatlantische Bündnis „wieder da“ sei. Er rief dazu auf, die Demokratie weltweit aktiv zu verteidigen, für sie zu kämpfen, sie zu stärken und zu erneuern. Die internationale Agenda seiner Administration werde sich darauf konzentrieren zu beweisen, dass Demokratie und Bündnisse liberaler Demokratien „der beste Weg sind, um das Versprechen unserer Zukunft neu zu beleben."

In den vergangenen Jahren waren die demokratischen Institutionen in den Vereinigten Staaten in einer kritischen Lage. Jetzt haben die progressiven Motoren des Landes, die sozialen Bewegungen und die Städte, wieder einen Verbündeten im Weißen Haus. Bidens Engagement für das Wiedererstarken der Demokratie in der Welt wird zunächst zu Hause beginnen: Zusammen mit den „Grassroot“-Bewegungen, die ihn ins Amt gebracht haben, und den Städten, die während der Trump-Ära aktiv für die Demokratie gekämpft haben, arbeitet die Biden-Harris-Administration an einem „neuen Amerika". Einem Amerika, das politische Institutionen hat, die die wirtschaftliche und soziale Vielfalt des Landes widerspiegeln, und das bereit ist, mutige systemische Reformen durchzuführen.

New Urban Progress lädt am 29. April ein zu einer Debatte über die amerikanische Demokratie und wie sie den Multilateralismus neu gestaltet. Das Panel widmet sich folgenden zentralen Fragen: Wie genau wird ein „neues Amerika" aussehen? Wie werden die neue Administration sowie Bürgermeister:innen, soziale Bewegungen und andere progressive Motoren das Bild Amerikas in der Welt gestalten? Welches Schicksal erwartet die transatlantische Partnerschaft und liberale Demokratien auf dem ganzen Planeten?

Unsere Gäste sind Cathryn Clüver Ashbrook, Executive Director des "Project on Europe and the Transatlantic Relationship" und des "Future of Diplomacy Project" an der Harvard Kennedy School, Muthoni Wambu Kraal, Partner bei NEWCO Strategies und ehemals National Political and Organizing Director des Democratic National Committee, und Michael Werz, Senior Fellow am Center for American Progress, Senior Mercator Fellow. Die Diskussion wird moderiert von Sumi Somaskanda, Senior News Anchor bei Deutsche Welle News.

Hier geht es zur Aufzeichnung der Veranstaltung.