Urban Age Debate Virtual, 13. Oktober 2021

Urban Age Debate 4: Changing Cultures

Museum, Community, Stadt - wie gestalten Kultureinrichtungen ihre Beziehungen neu?

Kernthesen / Blogbeitrag Elaine Bedell Aufzeichnung der Debatte / Trailer

In den letzten drei Jahrzehnten sind Investitionen in die kulturelle Infrastruktur weltweit zu einem vertrauten Instrument für städtische Strategien, Ortsgestaltung und Markenbildung geworden - in neue Zentren für darstellende Künste, in die Erweiterungen von Museen und in ganze Kulturbezirke. Darüber hinaus haben große und kleine Kultureinrichtungen versucht, sich ebenso als zentrale Bezugspunkte von Gemeinschaften, als Erzeuger sozialen Kapitals und als Förderer des sozialen Zusammenhalts zu definieren wie als Zentren für künstlerische Innovation oder Erhaltung.

Der Kontext, in dem kulturelle Organisationen heute tätig sind, verändert sich jedoch rasch. Dies wird sich wiederum darauf auswirken, wie sie in Zukunft zur Qualität und Struktur des städtischen Lebens beitragen. Die kurzfristigen Auswirkungen von Covid 19 und der längerfristige Druck des Klimawandels in Verbindung mit den neuen technologiegestützten Möglichkeiten der Telearbeit verändern die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten, Kontakte knüpfen und reisen. Sie wecken ein neues Interesse an einem stärker lokal ausgerichteten Leben, das sich um wiederauflebende Stadtzentren und Stadtviertel dreht.

Darüber hinaus erschließt die durch Covid 19 beschleunigte digitale Programmgestaltung ein neues Publikum und Kund:innen für Kunstorganisationen, die von einem spezifischen städtischen Kontext losgelöst sind. Dem entgegen steht ein Großteil des baulichen Erbes in hochgradig spezifizierten formalen Konfigurationen wie klassischen Konzertsälen, Opernhäusern und Galerien in großen städtischen Zentren. Eine leichte Anpassung an sich verändernde Kunstformen und die Wünsche des Publikums ist hier nicht möglich.

Mit Unterstützung unseres Wissenspartners GCDN – Global Cultural Districts Network - bringt die vierte Urban Age Debate aufstrebende und etablierte politische Entscheidungsträger:innen, Akademiker:innen und Kulturträger:innen mit unterschiedlichem geografischem und sozialem Hintergrund zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen der Stadt, der Gemeinschaft und der Kultur heute und in den nächsten Jahrzehnten neu zu überdenken. „Changing Cultures: How are cultural institutions reframing their relationships with audiences, the community and the city?“ wird von Adrian Ellis, Direktor von AEA Consulting und Vorsitzender des Global Cultural Districts Network, moderiert.

Unsere Sprecher:innen sind:
Elaine Bedell, Chief Executive des Southbank Centre
Gabriella Gomez-Mont, Gründerin Experimentalista
Andreas Görgen, Leiter der Abtielung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amtes

Die Veranstaltung ist Teil der Eventreihe Urban Age Debates. Mehr zu Urban Age Debates erfahren Sie hier.

Bei Fragen wenden Sie sich an Elisabeth Mansfeld.