• Fellowship Digital Europe

    Pädagogisches Fellowship zur Förderung demokratischer Werte im digitalen Kontext

Was ist das Fellowship Digital Europe?

Im Fellowship Digital Europe der Alfred Herrhausen Gesellschaft und der Schwarzkopf Stiftung Junges Europa werden Bildungsmacher:innen bei der Vermittlung demokratischer Werte im digitalen Raum unterstützt. Hierzu werden im Bildungsnetzwerk Understanding Europe vier Stipendien an junge europäische Bildungsmacher:innen vergeben, die sich mit dem Thema digitale Öffentlichkeit und Teilhabe junger Menschen in Europa auseinandersetzen. Innerhalb von sechs Monaten werden die Stipendiat:innen neue Workshopformate erarbeiten und in die Praxis umsetzen. Diese pädagogischen Angebote richten sich an Schüler:innen ab 13 Jahre mit dem Ziel, sie zu demokratischer Teilhabe im digitalen Raum zu befähigen. Die neu zu entwickelnden didaktischen Ansätze sollen niedrigschwellig und diversitätsorientiert sein und sich an den Interessen und Lebenswelten junger Menschen orientieren.

Warum das Fellowship Digital Europe?

Mit der Entwicklung und Umsetzung dieser neuen Formate wollen wir die demokratischen Kompetenzen von Schüler:innen und jungen Erwachsenen im digitalen Raum stärken. Die Workshops geben jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit den Chancen und Risiken für Demokratien in einem digitalen Europa auseinanderzusetzen. Sie schaffen einen Reflexions- und Diskussionsraum für junge Europäer:innen. Themen für diesen sind zum Beispiel demokratische Partizipation in digitalen Räumen oder die Repräsentation von marginalisierten Gruppen in Digitalisierungsprozessen. Die Workshops befassen sich außerdem mit der Rolle von sozialen Medien für soziale Bewegungen in einem digitalen Europa. Den Stipendiat:innen bietet das Programm eine besondere Chance, ihr soziales Engagement und ihre Leidenschaft für niedrigschwellige und diversitätsorientierte Bildungsarbeit zu professionalisieren.

Wie funktioniert das Fellowship Digital Europe?

Das Fellowship richtet sich an junge Europäer:innen zwischen 18 und 27 Jahren, die erste praktische Erfahrungen in der diversitätsorientierten Bildungsarbeit – vorzugsweise im Bereich der Peer Education – haben. Die Bewerber:innen sollten bereit sein, ihr Wissen anzuwenden und zu reflektieren. Hierzu gehören die Repräsentation und Partizipation von Diversität im europäischen Kontext ebenso wie Machtstrukturen und Empowerment, Antidiskriminierung, Antirassismus und Antisemitismus. Praktische Vorerfahrungen im Umgang mit audiovisuellen Medien sind für die Gestaltung neuer Workshops von Vorteil, sind aber keine Teilnahmevoraussetzung. Mehrsprachigkeit ist ein Plus.

Die Dauer des Stipendiums beträgt sechs Monate von April bis September 2021. In dieser Zeit erhalten die Stipendiat:innen eine finanzielle Unterstützung von 450 Euro pro Monat sowie eine pädagogische Begleitung durch die Projektpartner. Zusätzlich wird es viele Möglichkeiten geben, sich zu vernetzen, sich pädagogisch im Bereich Inklusion weiterzubilden und weiterführende Kompetenzen, wie zum Beispiel in der Medienproduktion, zu erwerben. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts werden die Arbeitsergebnisse als Open Educational Resources veröffentlicht.

Um mehr über das Fellowship Digital Europe zu erfahren, klicken Sie bitte hier. Für weiterführende Auskünfte wenden Sie sich bitte an Antonia Marx.

Aufgrund von Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie werden Aktivitäten, die im Rahmen des Fellowships organisiert werden, bis auf Weiteres digital durchgeführt. Wir werden Sie so schnell wie möglich über weitere relevante Entscheidungen auf dem Laufenden halten.

Die vier ernannten Fellows sind:

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Fellowship Digital Europe - Kansu

Kansu Ekin Tanca möchte digitale Partizipation für mehr Demokratie in der digitalen Welt nutzen und einen rechtebasierten Ansatz für digitale Kompetenz vertiefen. Sie erarbeitet einen Workshop zum Thema „Challenges of the digital public sphere: rights and responsibilities of being digital citizens".

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Farah Abdi glaubt an diversitätsorientierte Bildung und Erziehung als Weg zu Lösungen für die „Probleme der Welt in herausfordernden Zeiten. Sie entwickelt einen Workshop mit dem Schwerpunkt „Mis- and underrepresentation of marginalised groups: using social networks to advocate and to organize for diversity and inclusion ".

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Fellowship Digital Europe - Elena

Elena Popescu will Aktivitäten entwickeln, die Schüler:innen und Student:innen fair und gleichberechtigt behandeln, und diese dann in die zukünftigen Projekte ihrer NGO „Station Europe“ einzubringen. Sie erarbeitet einen Workshop zum Thema „Social media campaigns: Promoting civic engagement, diversity and inclusion in the European digital public sphere”.

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Fellowship Digital Europe - Davit

Davit Manukyan sieht in seiner Heimat Armenien für junge Menschen viele Hürden für bürgerschaftliches Engagement. Er will daher ein Workshopformat entwickeln, das jungen Leuten zeigt, wie sie sich digital einmischen können: “Local digital communities: using familiar social media platforms to create political impact in local communities”.

Die Mitglieder des Sounding Boards sind:

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Mariya Atanasova ist eine bulgarische Roma-Aktivistin und erfahren in Mentorenprogrammen mit Roma-Jugendlichen und -Kindern. Sie wurde von der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa zum "Young European of the Year" 2020 gewählt und mit dem Woman in Youth Activism Award 2020 ausgezeichnet. Mariya ist gelernte Hebamme und studiert derzeit in einem MA-Vorbereitungsprogramm an der Central European University.

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Ruben Brave ist ein niederländischer Internetpionier und Vorstandsmitglied bei einflussreichen tech- oder medienbezogenen Organisationen wie der Internet Society Netherlands (ISOC) und der Dutch Startup Association (dSa). Er ist auch ein Medienprofi und Unternehmer in den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikation, zum Beispiel als Gründer des akademischen Business-Inkubators Entelligence b.v. für Pre-Seed-Finanzierung und Initiator von Make Media Great Again (MMGA.io). 

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Monika Ladmanová ist Beraterin und Mitglied des Kabinetts der EU-Kommissarin für Werte und Transparenz, Vera Jourová, zu den Themen Gleichstellung, Antidiskriminierung und Minderheiten sowie Corporate Responsibility. Die Juristin verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Non-Profit-Bereich und in der Privatwirtschaft  und war unter anderem für die Soros Foundation und IBM tätig. Monika gründete mehrere nichtstaatliche, überparteiliche Initiativen zu Menschenrechten und Gleichstellung.

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Andreea Belu ist Campaigns and Communication Manager bei European Digital Rights. Sie hat einen Master in Business Administration und Philosophie von der Copenhagen Business School. In der Vergangenheit war sie Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der dänischen NGO OptIn4Privacy. Andreea arbeitete für ein dänisches Privacy-Enhancing-Tech Startup, sowie für den dänischen Think-Do-Tank DataEthics.eu.

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